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Filterung im Aquarium: Innenfilter, Außenfilter und HMF

Der Filter gehört zur Grundausstattung jedes Aquariums. Er entfernt Schwebstoffe, bietet Siedlungsfläche für nützliche Bakterien und sorgt durch die Wasserumwälzung für eine gleichmäßige Verteilung von Nährstoffen und Wärme.


Außenfilter im Aquarienunterschrank mit Schlauchführung zum Becken

Innenfilter werden im Inneren des Aquariums angebracht. Sie nehmen Einrichtungsplatz weg und sind optisch auffällig. Weniger Wasservolumen bedeutet auch, dass weniger Fische eingesetzt werden können. Für kleine Becken bis etwa 60 l sind Innenfilter dennoch eine praktische Lösung, da sie keine externe Verrohrung benötigen.

Außenfilter werden im Unterschrank untergebracht. Sie saugen Wasser über ein Ansaugrohr an, leiten es durch mehrere Filterstufen und pumpen das gereinigte Wasser über einen Auslauf zurück ins Becken. Der Vorteil: Größere Filtervolumina sind möglich, ohne die Gestaltungsmöglichkeiten im Aquarium einzuschränken. Der Nachteil: Schlauchanschlüsse bergen ein geringes Risiko für Undichtigkeiten.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Filter über integrierte Absperrventile, ein Entlüftungssystem und eine Ansaugfunktion verfügt. Diese Einrichtungen erleichtern die Inbetriebnahme nach Reinigungsarbeiten erheblich.

Die mechanische Filtration entfernt Schwebstoffe und sorgt für klares Wasser. Die biologische Filtration baut Stoffwechselprodukte der Fische ab. Nitrifizierende Bakterien wandeln giftiges Ammonium über Nitrit in das weniger gefährliche Nitrat um. Die Wasserumwälzung transportiert Nährstoffe zu den Pflanzenblättern und gleicht Temperaturunterschiede im Becken aus.

In vielen Diskussionen wird der Filterleistung zu viel Bedeutung beigemessen. Leistungsfähige Filter und bestimmte Filtermaterialien können wichtige Spurenelemente wie Eisen in kurzer Zeit oxidieren. Eine zu starke Oberflächenbewegung treibt zudem CO2 aus dem Wasser und bringt übermäßig Sauerstoff ein. Das Ergebnis: zu viel Oxidation, zu wenig Reduktion.

Auf der anderen Seite verhindert eine moderate Bewegung der Wasseroberfläche die Bildung einer Kahmhaut. Diese würde den Gasaustausch und den Lichtdurchlass behindern. Informationen zur optimalen Strömungsführung finden Sie im Beitrag Strömungsverteilung im Aquarium.

Als Anhaltswert gilt: Eine Umwälzung des Beckenvolumens von 1 bis 1,5 Mal pro Stunde ist ein guter Ausgangspunkt. Für ein 200 l Becken bedeutet das eine Durchflussleistung von 200 l/h bis 300 l/h.

Die vom Hersteller angegebene Pumpenleistung wird ohne Strömungswiderstand ermittelt. Die tatsächliche Förderleistung ist geringer und hängt von Filtermaterial, Verschmutzungsgrad, Schlauchlänge und Förderhöhe ab.

Sie können die aktuelle Durchflussleistung selbst messen. Lassen Sie das ausströmende Wasser 15 Sekunden lang in einen Messbehälter laufen. Die gemessene Menge in Litern multipliziert mit 240 ergibt die Leistung in Litern pro Stunde.

Beckenvolumen Empf. Durchfluss Empf. Pumpenleistung (Herstellerangabe)
60 l60 – 90 l/hca. 300 l/h
100 l100 – 150 l/hca. 500 l/h
200 l200 – 300 l/hca. 700 l/h
300 l300 – 450 l/hca. 900 l/h

Wählen Sie einen Filter, bei dem der Durchfluss gedrosselt werden kann. So lässt sich die Strömungsgeschwindigkeit an die individuellen Bedingungen im Aquarium anpassen. Größere Filtermaße sind kleineren vorzuziehen. Ein größerer Strömungsquerschnitt senkt die Geschwindigkeit im Filter und begünstigt die biologische Umwandlung.

Bei normalem Fischbesatz reicht es in der Regel, den Filter mit den üblichen Filtermatten zu bestücken. Auf spezielle biologische Filtermaterialien oder Nitrat-Entferner können Sie verzichten. Die laufenden Stromkosten eines Außenfilters liegen je nach Modell bei 5 W bis 16 W.

Reinigen Sie den Filter nur dann, wenn der Durchfluss merklich nachlässt. Oft genügt es, die Filterwatte, das Filtervlies und den Ansaugkorb zu säubern. Grobe Filtermatten und Substrate bleiben unangetastet, solange die Durchflussleistung wieder ausreicht.

Spülen Sie das Filtermaterial unter lauwarmem, nicht zu starkem Wasserstrahl. Verwenden Sie kein heißes Wasser und keine Reinigungsmittel. Beides würde die nützlichen Bakterien abtöten und den biologischen Abbau für Wochen beeinträchtigen.