Der Stabregelheizer ist die Standardlösung für die Beheizung von Aquarien. Ein integrierter Thermostat regelt die Temperatur automatisch. Der Heizstab wird mit Saugnäpfen an der Innenscheibe befestigt und sollte möglichst in der Nähe der Filterströmung platziert werden. So verteilt sich die Wärme gleichmäßig im Becken.
Achten Sie darauf, dass der Stabheizer nicht zu kurz für Ihr Aquarium ist. Ein längerer Heizer verteilt die Wärme über eine größere Fläche und arbeitet dadurch gleichmäßiger.
| Heizleistung | Geeignet für Beckenvolumen |
|---|---|
| 50 W | 25 – 60 l |
| 75 W | 60 – 100 l |
| 100 W | 100 – 150 l |
| 150 W | 200 – 300 l |
| 200 W | 300 – 400 l |
| 300 W | 400 – 600 l |
Als Faustformel gilt: 0,3 bis 0,5 W pro Liter Beckenvolumen bei Aquarien bis 50 cm Höhe. Die tatsächlich benötigte Leistung hängt von der Differenz zwischen Raum- und Wassertemperatur ab. Die laufenden Stromkosten lassen sich mit dem entsprechenden Rechner abschätzen.
Ein Bodenheizkabel wird in Schleifen auf der Bodenscheibe verlegt und mit Saugnäpfen fixiert. Es erzeugt eine leichte Erwärmung des Bodengrundes. Die daraus resultierende Konvektionsströmung sorgt für einen langsamen Wasser- und Nährstoffaustausch zwischen Substrat und Wassersäule. Pflanzenwurzeln sollen auf diese Weise optimal mit Nährstoffen versorgt werden.
Da Bodenheizkabel für den Dauerbetrieb ausgelegt sind, haben sie eine geringe Leistungsaufnahme. Sie können die Wassertemperatur um etwa 1 °C bis 2 °C über die Raumtemperatur anheben. Für die Gesamtheizung ist daher zusätzlich ein Stabregelheizer erforderlich, der allerdings eine Stufe kleiner dimensioniert werden kann.
Ein Nachteil: Stark verwurzelte Pflanzen wie Echinodorus-Arten können die mit Saugnäpfen befestigten Kabel beim Umsetzen losreißen. An besonders warmen Sommertagen muss zudem darauf geachtet werden, dass die Wassertemperatur nicht zu hoch steigt. Tipps zur Kühlung des Aquariums finden Sie im verlinkten Beitrag.
Thermofilter kombinieren Außenfilter und Heizung in einem Gerät. Der Vorteil besteht darin, dass der Heizstab im Aquarium entfällt. Das verbessert die Optik und schafft mehr Platz für die Einrichtung. Temperatur und Thermostat werden am Gerät eingestellt. Ein Temperatursensor im Becken überwacht den Ist-Wert.
Thermofilter sind in verschiedenen Größen erhältlich und eignen sich für Aquarien ab 120 l. Die Heizleistung liegt typischerweise bei 210 W, die Pumpenleistung entspricht der des jeweiligen Filtermodells.
Für die meisten Aquarien ist ein Stabregelheizer vollkommen ausreichend. Ein Bodenheizkabel bietet zusätzliche Vorteile für die Nährstoffversorgung der Wurzeln, ist aber kein Muss. Ein Thermofilter lohnt sich, wenn Sie die Technik im Becken auf ein Minimum reduzieren möchten.
Unabhängig von der Heizungsart empfiehlt sich ein separates Thermometer zur Kontrolle. Klebethermometer an der Außenseite des Glases messen ungenau. Ein digitales Thermometer mit Sensor im Wasser liefert zuverlässigere Werte. Weiterführende Informationen zur Beckenwahl finden Sie im Beitrag Aquarium-Becken.