Prüfen Sie jeden Tag die einwandfreie Funktion der Technik. Kontrollieren Sie Beleuchtung, Filterströmung, CO2-Blasenzahl, Heiztemperatur und die Dichtigkeit aller Schläuche. Dieser Rundgang dauert nur wenige Minuten und deckt Probleme frühzeitig auf.
Beobachten Sie den Pflanzenwuchs auf Anzeichen von Nährstoffmangel oder Algenbefall. Entfernen Sie algenbewachsene Blätter sofort, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die tägliche Fütterung der Fische sollte sparsam erfolgen. Futterreste belasten das Wasser mit Phosphat und Nitrat.
Wasserwechsel: Tauschen Sie wöchentlich 25 % bis 50 % des Wassers aus. Saugen Sie dabei abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste vom Bodengrund ab. Der Wasserwechsel verhindert die Anreicherung von Mikronährstoffen und hält die Wasserqualität stabil. Falls Sie Leitungswasser mit Reinwasser verschneiden möchten, hilft der Teilwasserwechsel-Rechner bei der Berechnung.
Düngung: Dosieren Sie den Volldünger und gegebenenfalls einen Makronährstoffdünger. Teilen Sie die Wochenmenge durch 7 und dosieren Sie täglich ein Siebtel. So vermeiden Sie Schwankungen zwischen Überangebot und Unterversorgung.
Wasserwerte messen: Protokollieren Sie pH-Wert, Karbonathärte, Nitrat, Phosphat und Eisen regelmäßig. Messen Sie möglichst immer zur selben Tageszeit und im selben Abstand zum letzten Wasserwechsel. Die Referenztabelle Wasserwerte zeigt die optimalen Bereiche.
Scheibenreinigung: Entfernen Sie Algenbelag an den Innenscheiben mit einem Magnetreiniger oder Topfschwamm. Achten Sie darauf, dass sich kein Kieskorn am Reinigungssubstrat festgesetzt hat. Andernfalls entstehen Kratzer im Glas.
Pflanzenpflege: Lichten Sie ausläuferbildende Pflanzen wie Cryptocorynen und Vallisnerien aus. Schneiden Sie die äußeren, älteren Blätter zurück, um den Neuzuwachs anzuregen. Kürzen Sie Stängelpflanzen, die zu hoch gewachsen sind. Schneiden Sie unterhalb der Knotenstellen ab und setzen Sie die Stecklinge wieder ein. Verwenden Sie hierfür ein scharfes Messer, um Quetschstellen zu vermeiden.
Filterreinigung: Reinigen Sie den Filter nur, wenn der Durchfluss merklich nachlässt. Oft genügt es, Filterwatte, Filtervlies und den Ansaugkorb zu spülen. Grobes Filtermaterial und Filtersubstrate bleiben unangetastet, solange der Durchsatz wieder ausreicht. Spülen Sie das Filtermaterial unter lauwarmem, nicht zu starkem Wasserstrahl.
Leuchtmitteltausch: Dreibanden- oder Vollspektrumlampen erreichen Nutzlebensdauern von 18.000 bis 24.000 Stunden. Ein Wechselintervall von etwa 2 Jahren ist in den meisten Fällen ausreichend. Informationen zur Algenbekämpfung bietet der Beitrag Algenkontrolle.
Langsam wachsende Rosettenpflanzen, Moose und rasenbildende Vordergrundpflanzen benötigen weniger Rückschnitt als schnell wachsende Stängelpflanzen. Ein Becken mit vorwiegend langsam wachsenden Arten ist pflegeleichter und eignet sich besonders für Einsteiger.
Der Pflegeaufwand sinkt deutlich, sobald das Aquarium eingefahren ist und sich stabile Verhältnisse eingestellt haben. In der Einfahrphase der ersten 4 bis 8 Wochen ist häufigeres Eingreifen erforderlich.