T5-Leuchtstoffröhren mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) bieten ein gutes Verhältnis aus Anschaffungspreis, Energieverbrauch und Lichtleistung. Sie liefern bei gleicher Länge mehr Lichtstrom als T8-Röhren. Für den Betrieb an T5 ist ein EVG erforderlich, das in den meisten modernen Abdeckungen bereits verbaut ist.
Verwenden Sie ausschließlich Dreibandenlampen oder Vollspektrumlampen. Diese erreichen Nutzlebensdauern von über 15.000 Betriebsstunden. Die veraltete Empfehlung, Leuchtstoffröhren jährlich zu tauschen, bezieht sich auf Standardlampen mit geringer Lichtausbeute und einem Farbwiedergabeindex unter Ra 80. Dreibandenlampen müssen erst nach etwa 2 Jahren gewechselt werden.
LED-Systeme haben sich als Alternative etabliert. Sie verbrauchen weniger Strom, entwickeln weniger Abwärme und erreichen längere Lebensdauern. Die Anschaffungskosten liegen allerdings höher. Detaillierte Leistungsdaten einzelner Röhren zeigt die Lampendaten-Übersicht.
Drei Bauformen sind verbreitet: Hängeleuchten, Aufsatzleuchten und geschlossene Abdeckungen.
| Bauform | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Geschlossene Abdeckung | Geringer Wärmeverlust, geringer Lichtverlust, preisgünstig | An Beckenbreite gebunden |
| Aufsatzleuchte | Flexible Montage, guter Zugang zum Becken | Höherer Lichtverlust durch Abstand |
| Hängeleuchte | Offene Optik, freier Zugang | Erhöhte Verdunstung, höherer Energieverbrauch |
Geschlossene Abdeckungen vermindern den Wärmeverlust durch Wasserverdunstung. Der kurze Abstand zwischen Lichtquelle und Wasseroberfläche reduziert den Lichtverlust. Energetisch sind sie die effizienteste Lösung. Achten Sie beim Kauf darauf, dass ein EVG integriert ist.
Mehr Licht bedeutet nicht automatisch besseres Pflanzenwachstum. Die Beleuchtung muss auf die Pflanzenarten abgestimmt sein. Lichtintensive Bodendecker benötigen stärkere Beleuchtung als schattentolerante Farne und Moose. Umgekehrt können Sie die Pflanzen entsprechend der vorhandenen Beleuchtung auswählen.
Als Faustformel gilt für Aquarien bis 50 cm Höhe: 0,3 bis 0,5 W pro Liter Beckenvolumen. Standardabdeckungen mit zwei T5-Röhren und Reflektoren können für Becken bis 50 cm Höhe ausreichend sein. Bei Höhen über 50 cm reichen Leuchtstoffröhren oft nicht mehr aus.
Eine überdimensionierte Beleuchtung führt zu instabilen Verhältnissen. Wenn Licht, CO2 und Nährstoffe nicht im Gleichgewicht stehen, profitieren Algen. Ausführliche Berechnungen zur Dimensionierung finden Sie im Beitrag Bemessung der Beleuchtungsstärke.
Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben. Für Süßwasseraquarien empfehlen sich Werte zwischen 4000 K und 6700 K. In diesem Bereich erhalten Pflanzen ausreichend Rotanteil für die Photosynthese, und die Farben der Fische kommen natürlich zur Geltung.
Röhren mit 10.000 K oder mehr haben einen hohen Blauanteil. Sie sind für Meerwasseraquarien konzipiert und eignen sich nicht für Pflanzenaquarien. Empfehlungen zur Kombination verschiedener Lichtfarben gibt der Beitrag Leuchtenkombination.
Die tägliche Beleuchtungszeit sollte mindestens 10 Stunden betragen und 12 Stunden nicht überschreiten. Steuern Sie die Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr, damit sich Fische und Pflanzen an konstante Intervalle gewöhnen können. Änderungen an den Schaltzeiten sollten maximal in Halbstundenschritten erfolgen.
Bei starker Beleuchtung und dem Auftreten von Grünalgen kann eine Mittagspause helfen. Dabei wird die Beleuchtung für 3 bis 4 Stunden in der Mitte der Gesamtbeleuchtungsdauer unterbrochen. Bewährte Schemata sind 5-3-5 Stunden oder 6-4-6 Stunden. Die Mittagspause wirkt dem Lichtstress der Pflanzen entgegen, ohne die Gesamtlichtmenge wesentlich zu reduzieren.
Reflektoren verdoppeln die nutzbare Lichtmenge nahezu, indem sie das nach oben abgestrahlte Licht ins Wasser lenken. Eine Leuchtstoffröhre ohne Reflektor verschwendet rund 50 % ihres Lichtstroms. Reinigen Sie die Reflektoren regelmäßig, da Staubablagerungen die Reflektionsleistung mindern.
Welche Röhrenlänge in Ihre Abdeckung passt, zeigt die Tabelle der Leuchtstoffröhren-Standardmaße.